Mate als immaterielles Kulturerbe des Mercosur. Das Potenzial einer grenzüberschreitenden Kulturerbepolitik für die Zusammenarbeit im Staatenbund

Autor/innen

  • Kay Tamita Herrmuth

DOI:

https://doi.org/10.5283/forap.52

Schlagworte:

Kulturerbe; Mercosur; Mate; Kulturtourismus; Kultur-Export

Abstract

Im November 2018 wurde das Sistema Cultural de la Yerba Mate zum immateriellen Kulturerbe des Mercado Común del Sur (Mercosur) erklärt. Als von den indigenen Guaraní überliefertes Kulturgut sind die Bräuche, Objekte und kulturellen Praktiken rund um den Matetee ein Teil der kollektiven Identität und der Erinnerungskultur in weiten Teilen des südamerikanischen Staatenbundes. Diese Länder vereinen im Handel mit Mate ihre grenzüberschreitenden Kompetenzen, wollen gleichzeitig aber ihre nationale Souveränität aufrechterhalten. Der Beitrag untersucht zum einen die potenzielle Expansion der Matekultur in Form von Kulturtourismus und Kulturexport. Andererseits werden die Risiken, die durch schwach reglementierte Produktionsprozesse und Export entstehen, thematisiert. Daraus soll sich schließlich ableiten, wie ein geteiltes Kulturerbe die Zusammenarbeit im Staatenbund fördern kann.

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Veröffentlicht

2020-07-30

URN